Was unterscheidet den Immobilienkredit vom Sofortkredit?
Wenn man einen klassischen Immobilienkredit als
Baufinanzierung haben möchte, dann muss man üblicherweise von einer
längeren Bearbeitungszeit ausgehen. Das liegt daran, dass mit Hilfe
eines Notars ein Grundbucheintrag vorgenommen werden muss, indem ein
Recht für die Kreditbank verankert wird. Dort können unter Umständen
einige Wochen bis Monate vergehen, bis es zur Bereitstellung der
Kreditsumme kommt. Außerdem ergeben sich genau daraus auch zusätzliche
Kosten, die in einen Kreditvergleich immer mit einfließen sollten.
Eine solche Besicherung kennt man weder beim Sofortkredit noch beim frei
verwendbaren Ratenkredit. Wird der Ratenkredit von einem Lieferanten
gewährt, wird im Kreditvertrag zumeist ein Eigentumsvorbehalt bis zur
vollständigen Bezahlung vereinbart. Darüber hinaus stellt das
nachgewiesene regelmäßige Einkommen des Kreditnehmers die einzige
Sicherheit für die Kreditbank dar. Dadurch entfallen zahlreiche
Zusatzkosten, die einen solchen Kredit erheblich verbilligen können. Das
kann im Einzelfall sogar dazu führen, dass die Baufinanzierung bis etwa
50.000 Euro über einen Sofortkredit aus dem Internet günstiger werden
kann als der reine Immobilienkredit, obwohl es auf den ersten Blick so
scheint, als wäre dieser auf Grund der niedrigeren Nominalzinsen
preiswerter.
Im Fazit sollte der Kreditvergleich zwischen Immobilienkredit und
Sofortkredit niemals an den nominalen Zinsen fest gemacht werden. Die
effektiven Jahreszinsen sind hier schon deutlich aussagekräftiger, weil
hier ein Teil der Kreditnebenkosten bereits Eingang gefunden hat. Welche
das im Einzelfall sind, erfährt man aus den jeweiligen Allgemeinen
Kreditbedingungen des Anbieters, die man fast überall auf den Homepages
der Banken nachlesen kann. Ansonsten kann man einfach die Hotline
anrufen oder dem Berater seine konkrete Frage im Chat stellen.
Doch wie sichern sich die Banken beim Sofortkredit ab? Sie verlangen in
der Regel neben der persönlichen Identifikation den Nachweis eines
ungekündigten und vor allem unbefristeten Arbeitsvertrages sowie die
Belege zur Lohnzahlung. Wer daraus den Rückschluss zieht, dass diese
schnelle und unbürokratische Kreditform nur den fest Angestellten zur
Verfügung steht, liegt richtig. Bei einem Selbstständigen oder einem
Freiberufler wäre die Bonitätsprüfung deutlich umfangreicher und der
Kredit deshalb wohl kaum ohne die Erhebung von Bearbeitungsgebühren
möglich. Das bedeutet, dass der Sofortkredit eine Offerte der Banken
ist, die auf die Bedürfnisse einer ganz bestimmten Zielgruppe
zugeschnitten ist.
Der Sofortkredit fällt in die Rubrik Konsumkredit. Das bedeutet im
Klartext, dass man hier als Kunde keine Zweckbindung bei der Verwendung
der Kreditsumme vorfindet. Er lässt sich deshalb zur Erfüllung
verschiedener Wünsche nutzen und kann gut auch als Baufinanzierung
dienen, denn nachdem hier anfänglich nur minimale Kreditsummen möglich
waren, gibt es inzwischen einige Banken, bei denen man bei einer
entsprechend gute Bonität durchaus auch Summen bis zu 100.000 Euro
bekommen kann. Damit lässt sich ein ganzes Einfamilienhaus
modernisieren, vor allem, wenn man dann noch für bestimmte Dinge, wie
zum Beispiel dem Aufbau einer eigenen Solaranlage oder dem Austausch der
Pumpe für die Heizung, Förderzuschüsse aus Umweltprogrammen in Anspruch
nehmen kann.
|